Das Produkt oder die Dienstleistung einer Marke kann in der Realität den einzelnen Kunden noch so sehr überzeugen: Ohne ein gutes Marketingkonzept (mit Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, und so weiter) seitens des Unternehmens wird der kommerzielle Erfolg der Marke unnötig lange auf sich warten lassen – sofern er denn überhaupt eintritt. Im Laufe der Geschichte der Werbung hat sich unter anderem eine Tatsache herauskristallisiert: Gesichter sind wichtig. Da es in der Natur des Menschen liegt, Dinge und Erlebnisse immer mit Personen zu verknüpfen, tragen Gesichter von Menschen, die hinter der Marke stehen, enorm viel zum Wiedererkennungswert bei. Vor allem aber auch, weil es gerade die Personen mit diesen Gesichtern waren, die die jeweiligen Marken zu dem gemacht haben, was sie heute sind.

Steve Jobs

Für viele ist er eine wahre Ikone in der Computerindustrie. Steven „Steve“ Paul Jobs wurde im Jahre 1955 in San Francisco (USA) geboren und verstarb im Jahr 2011. Bekannt wurde er vor allem als CEO und Mitgründer des Unternehmens „Apple Inc.“ Zusammen mit Ron Wayne und Steve Wozniak gründete Jobs im Jahr 1976 Apple und half mit, das Konzept des Heimcomputers, aber auch später die ersten Generationen der Smartphones und Tablets, massentauglich zu machen. Im Bereich der digitalen Musikdownloads schaffte Steve Jobs es außerdem, mit der Entwicklung des iPods und des „iTunes Stores“ neue Maßstäbe zu setzen.

Gut zu erkennen war seine Begabung in Sachen Vermarktung vor allem dann, wenn neue Produkte der Marke Apple angekündigt werden sollten. Bei diversen Apple-Veranstaltungen werden diesbezüglich Keynotes (präsentierte Vorträge) abgehalten, um kommende Produkte, die sich oft noch in der Entwicklung befinden, anzukündigen. Steve Jobs war besonders gut darin, auf diesen Keynotes die Zuschauer für kommende Apple-Artikel zu begeistern und dem Kunden durch die kommenden Neuerungen die Produkte schmackhaft zu machen.

Jamie Oliver

Ein weiteres Beispiel für gutes Marketing ist der britische Koch Jamie Oliver. Von seiner einfachen Tätigkeit als Koch brachte er es zum Gastronomen, zum Kochbuchverfasser und durch Sendungen wie „The Naked Chef“ zum Fernsehkoch. Vor allem durch Letzteres ist es ihm gelungen, internationale Bekanntheit zu erlangen. Mit „Jamie’s-Italian“ führt er außerdem noch eine eigene Restaurant-Kette.

Bei der Entwicklung einer Marke ist es immer wichtig sich zu entscheiden, wofür genau die jeweilige Marke stehen soll. Dem Briten ist es gelungen, die Marke „Jamie Oliver“ als Merkmal für die Einfachheit der Zubereitung verschiedenster Rezepte zu etablieren. Dementsprechend zugänglich sind auch seine Kochsendungen gestaltet. Oft sind nur verhältnismäßig wenige Zutaten für die Zubereitung der Gerichte notwendig und die Anleitung des Kochs oft um ein Vielfaches einfacher und lockerer transportiert als in anderen Kochsendungen. Ebenfalls deutlich wird diese Philosophie durch eine von Oliver vertriebenen Kochbuch-Reihe, in der nur Gerichte vorgestellt werden, die maximal fünf Zutaten benötigen.

Fußballstars

Viele Unternehmen bringen ihre Werbekampagnen vor allem durch bekannte Werbeträger voran. Beispielsweise sind Sportartikelhersteller wie Adidas oder Nike immer sehr daran interessiert, bekannte Gesichter aus der Welt des Sports als Werbeträger in ihre Marketingkonzepte zu integrieren. Nike versucht zum Beispiel seit jeher mit der Botschaft „just do it“ nicht nur zu verkaufen, sondern auch Werte zu vermitteln. Diese Werbebotschaft wird durch die Tatsache, dass in einem „Just do it“-Spot ein bekannter Weltfußballer wie Cristiano Ronaldo zu sehen ist, nochmals deutlich verstärkt. Außerdem sollte es keine Überraschung sein, dass Werbeträger wie bekannte Fußballstars erheblich dazu beitragen, den Umsatz einer Marke wie Nike zu steigern.