Es existiert praktisch kein Unternehmen, das nicht auf Werbung in irgendeiner Form angewiesen ist. Der bekannte Spruch „Wer nicht wirbt, der stirbt“ bringt diese Tatsache ziemlich treffend auf den Punkt. Ohne gut organisierte Werbung beziehungsweise einen passenden Marketingplan wird sich ein Unternehmen schwer tun, Erfolge zu erzielen. Jedoch muss man sich bei der großen Menge an verschiedenen Werbemethoden zunächst die Frage stellen, auf welche man setzen möchte.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von Werbung. Die sogenannte ATL-Werbung und die BTL-Werbung.

ATL – Above the line

Dies ist die Form, mit der wir in unserem Alltag am häufigsten konfrontiert werden. Sie ist das, was wir in den meisten Fällen als „klassische“ Werbung wahrnehmen, und richtet sich unpersönlich an eine große Masse.

Manche der folgenden Instrumente für ATL-Werbung“ sind den meisten bereits geläufig.

Printwerbung

Diese Art ist in den meisten Fällen in Zeitungen und Prospekten zu finden. Beispielsweise klassische Stellenanzeigen (Werbung von Unternehmen) oder geschriebene Artikel mit Bildern über Produkte in Prospekten (zum Beispiel von Medikamenten in einer Apotheken-Zeitschrift). Dabei wird unter anderem durch herausstechende Überschriften und Bilder versucht, die Aufmerksamkeit des Lesers auf das beworbene Produkt zu lenken.

Radiowerbung

Für viele von uns stellt das Radio ein sogenanntes „Parallelmedium“ dar, weil wir es in vielen Alltagssituationen nebenbei oder unbewusst konsumieren. Egal ob beim Kochen, Autofahren oder im Büro bei der Arbeit. Dies sorgt dafür, dass Werbespots aus dem Radio auf einfachem Weg bei möglichen Interessenten – auch unbewusst – ankommen.

Außenwerbung

Hierunter fallen alle Arten von Werbung, auf die wir in der Öffentlichkeit stoßen könnten. Dinge wie Großflächenplakate oder Litfaßsäulen fallen darunter, aber auch Werbeplakate von Politikern vor wichtigen Wahlen. Von daher eignet sich Außenwerbung besonders gut, um regionale beziehungsweise lokale Werbung zu betreiben.

Onlinewerbung

Wenn es darum geht, etwas zu bewerben, dann stellt die Onlinewerbung im Vergleich zu den anderen herkömmlichen Mitteln die wohl jüngste Methode dar. Gleichzeitig zeichnet sie sich jedoch als „Allrounder“ auf diesem Gebiet aus. Sowohl Aspekte aus dem Printbereich (geschriebene Artikel im Internet) aber auch Werbung in Bewegtbild-Form im Internet sind längst bei uns angekommen und bieten für Werbetreibende eine vielseitige Auswahl an Möglichkeiten, ihre Produkte an den Kunden zu bringen.

TV-Werbung

Die erste Methode der Wahl für viele Werbetreibende ist und bleibt nach wie vor das Fernsehen. Auch wenn die Zahlen der Zuschauer des klassischen Fernsehens in den letzten Jahren gesunken sind, bleibt es immer noch das Massenmedium schlechthin. Dadurch, dass so gut wie jeder Haushalt über einen Fernseher verfügt, werden diese Haushalte auch empfänglich für TV-Werbung.

Werbespots kurz vor der Vorstellung im Kino erfreuen sich bei den Betreibern und Empfängern nicht unbedingt der größten Beliebtheit – man zahlt in erster Linie ja für den Kinofilm und nicht für die Werbung. Trotzdem können dadurch viele potentielle Kunden erreicht werden, da einem solchen Spot um einiges mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als zum Beispiel der klassischen TV-Werbung. Die Leinwand ist für viele Unternehmer auch ein beliebter Platz, um ihre Geschäfte und Produkte auf regionaler Ebene zu bewerben.

BTL – Below the Line

Gegenüber der ATL-Werbung steht die sogenannte BTL-Werbung. Das sind alle Arten von Werbung, die wir nicht direkt als solche wahrnehmen. Sie ist persönlicher und spezifischer auf die gewünschte Zielgruppe ausgerichtet. Der Erfolg über Rückmeldungen lässt sich hier ebenfalls eindeutiger nachvollziehen. BTL-Werbung benötigt allerdings mehr Aufwand in der Planung.

Folgende Instrumente sind typisch für den Einsatz von BTL-Werbung.

  • Verkaufsförderung
  • Öffentlichkeitsarbeit (PR)
  • Produktplatzierungen, Sponsoring und Eventmarketing
  • Direktmarketing
  • Messen und Ausstellungen